Evangelium von Lichtmesse, den 02. Februar: Lk 2,22-32

„Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Símeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“

Impuls zum Evangelium:
Für uns ist heute vielleicht die letzte Gelegenheit, uns im spätweihnachtlichen Licht und im Angesicht der wartenden prophetischen Schwellenfiguren Simeon und Hanna nach den Auswirkungen und Ausstrahlungen des Weihnachtsfestes 2019 zu fragen.

Vierzig Tage ist es her, dass am 25.12. der Geburtstag des Messias-Kindes gefeiert wurde, 33 Tage sind es nach dem Fest der Beschneidung. Im Osten trägt der heutige Festtag den schönen Namen „Hypopante“ („Begegnung“ – zwischen Christus und seinem Volk). „Lasst uns ziehen in Frieden, Christus, dem Herrn, entgegen.“ Denn wir sind der Tempel Gottes (1 Kor 3,16), in den Er einzieht! Wir sind Sein Eigentum! Wir feiern Sein Entgegenkommen.

Oft wird bereits am Ende der heutigen Messfeier der Blasiussegen gespendet.

Am 2. Februar 1945, vor 75 Jahren, wurde der Jesuit Alfred Delp in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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