Evangelium vom 33. Sonntag im Jahreskreis, den 18. November: Mk 13,24-32

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, daß das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“

Impuls zum Evangelium:
Mk 13,24-32 •
Das zentrale Anliegen der Botschaft Jesu ist die Nähe Gottes zur Welt und damit die Bejahung der konkreten Lebenswirklichkeit, die der einzelne Mensch für sich und seine Nächsten vollziehen soll. Allerdings wecken die Brüchigkeit und Tragik dieser Lebenswirklichkeit auch für Jesus eine Sehnsucht nach einem Abbruch des „Unerträglichen“ und nach Erlösung. Dieser Aspekt, der in der sogenannten Apokalyptik das Thema schlechthin ist, taucht daher als „Bedingung der Möglichkeit von menschlichem Dasein“ auch in der Botschaft Jesu auf und macht sie so in jeglicher Hinsicht wirklich lebensnah.

Kommentare sind geschlossen.