Evangelium von 15. Sonntag, den 12. Juli: Mt 13,1-9

„An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!“

Impuls zum Evangelium:
Die Deutung des Gleichnisses von der Aussaat (ab V 18) schlägt die Brücke in unsere Zeit. Auch wir sind in der Lage, das Wort Gottes im Herzen zu empfangen. Dadurch werden die Hörer selbst zum Wort, das in die Welt gesät wird. Dem entsprechend kann das ganze Leben eines Christen zur vielfältigen Frucht werden. Die rettende Botschaft Jesu Christi, die das Reich Gottes gegenwärtig setzt, hebt den Hörer in eine große Verantwortung. Wem das Geheimnis vom Reich Gottes anvertraut wurde, der darf dieses Vertrauen nicht verspielen.

Kommentare sind geschlossen.