Zeltlager

Zeltlager der katholischen Kirche Bad Urach in Dietfurt an der Donau
Anders – aber doch alles so vertraut.

Endlich Ferien! Endlich wieder ins Donautal! Nachdem die Durchführung des Zeltlagers lange ungewiss war, konnten am ersten Ferientag und nach einem Jahr Pause 55 Kinder und Jugendliche nach Dietfurt an die Donau reisen. Mit im Gepäck ein negativer Coronatest und ganz viel Vorfreude auf Gemeinschaft und Unbeschwertheit.
Das Motto des diesjährigen Lagers war „Ferienzeit“ und die Freizeit sollte genau das sein. Ferienzeit für die Kinder und Jugendlichen, denen in den letzten eineinhalb Jahren im Alltag so viel abverlangt wurde. Die Stimmung unter den Teilnehmern und ehrenamtlichen Helfern war super, da störte selbst der tägliche Regen nicht. Durch die starke Flussströmung war Baden in der Donau nur selten möglich, aber langweilig wurde es keinem. Die Tischtennisplatte war stets besetzt, es wurde ein Geländespiel durchgeführt und die tollen Angebote im Bastelzelt und in der Holzwerkstatt wurden rege genutzt: Neben Insektenhotels, Schmuckschatullen und Kerzenständern, konnte man Perlentiere basteln und für die vielen neu geknüpften Freundschaften wurden viele Freundschaftsbänder geknüpft. Ein besonderes Highlight dieses Jahr war das T-Shirt-Batiken. Die farbenfrohen Resultate können sich sehen lassen und erinnern an ein besonderes Zeltlager – anders – aber doch alles so vertraut.
Natürlich mussten die Helfer des Zeltlagers im Vorfeld viele Vorkehrungen treffen um eine sichere Freizeit durchführen zu können. Schon Mal vorweg: Das bereits seit dem letzten Jahr vorbereitete Hygienekonzept ging auf: An den zwei Testtagen wurden alle Teilnehmer und Helfer negativ auf Covid-19 getestet. Die Abstands- und Hygieneregeln waren einfach zu merken: Die Personen und der Zeltplatz waren in die Farbgruppen gelb und blau aufgeteilt, es gab getrennte Toiletten, für jede Gruppe ein eigenes Essenzelt, und beim Morgen- und Abendsingen saßen sich die beiden Gruppen mit Abstand gegenüber. Schnell hatten sich alle an die neuen Lagerregeln gewöhnt, nicht zuletzt da bei der Einteilung der Farbgruppen bereits im Vorfeld alle mit einbezogen wurden.
Diese besonderen Zeiten erlaubten keinen Besuchersonntag, so kamen am Sonntag alle zu einer Andacht auf der Wiese zusammen. Nicole Hiessl führte die Andacht durch und nahm mit den Teilnehmern die zurückliegende schwierige Zeit in den Blick. Wünsche und Ängste wurden auf Luftballons notiert. Am Dienstag darauf kam Diakon Rudolf Tress auf die Wiese um Gottesdienst zu feiern. Auf seine herzliche Art ging er auf die Wünsche und Ängste der Teilnehmer ein. Mehrere Luftballons flogen in Erinnerung an die kürzlich verstorbenen Mitglieder der Lagergemeinschaft in den Himmel.
Traditionell endete der letzte Tag mit einem gemeinsamen Lagerspiel und anschließendem feierlichen Essen. Schon den ganzen Tag über sah man das Küchenteam vorbereiten. Die selbst gemachten Burger, Salate und gebrannten Mandeln ließen sich alle schmecken und am Abend sangen nochmal alle in der Höhle gemeinsam ihre liebsten Lagerlieder.
Mit einem tollen Lager und schönen Erinnerungen gesegnet, sagen wir Danke! Danke an Herrn Landesgesundheitsminister Manfred Lucha, der im Juni 2021 das „Go“ für Ferienlager in Baden-Württemberg gab, Danke dem Kirchengemeinderat Bad Urach, der trotz vieler Bedenken unseren Plänen zustimmte. Danke an Herrn Diakon Rudolf Tress für seine warmen Worte und einen ganz besonderen Dank an unsere Lagerleitung Johanna Orz, Anna Pawlitza, Jochen Wurster und Mike Lamparter, die unermüdlich an dem Traum eines Zeltlagers 2021 festhielten und dieses so wichtige Zeltlager ermöglichten.
(Verfasst von Ilona Wurster)

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